Mahnung bei LEG-Hauptversammlung: MieterInnen sind keine Spekulationsmasse

Aus Anlass der Hauptversammlung der LEG Immobilien AG am Mittwoch, 29. Mai, Van der Valk Airporthotel in Düsseldorf, findet vor dem Gebäude ab 9 Uhr eine Mahnwache von MieterInnen statt. In der Hauptversammlung selbst werden kritische Immobilienaktionär*innen Gegenanträge zur Dividendenausschüttung und zur Enlastung des Vorstandes stellen.

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9-Monats-Bericht: VONOVIA intensiviert Abschöpfung der Mieter

Trotz des gegenüber dem Vorjahr zusammengebrochenen Periodenergebnisses hat die Vonovia in den ersten neun Monaten des Jahres ihre operativen Überschüsse weiter gesteigert. Die entscheidenden Hebel waren dabei die Mietsteigerungen mittels Modernisierung und die Neuzusammensetzung des Wohnungsbestandes. Mit der Expansion der industrialisierten Wohnungsbewirtschaftung nach Schweden, dem Ausbau ihrer konzerninternen Dienstleistungen und des Neubaus signalisiert die Vonovia ihren Anlegern die Bemühung um eine innovative Erweiterung der Geschäftsfelder. Dies kann auch als Versuch einer Antwort auf sich die abzeichnenden Grenzen weiterer spekulativer Wertsteigerung der Immobilien und auf die zunehmende wohnungspolitische Regulation in Deutschland – vor allem den Berliner Mietendeckel – verstanden werden. Der Verwertungsdruck auf den Wohnungsbestand in Deutschland nimmt unterdessen weiter zu.

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Gesamtstrategie einer vergesellschaftenden Transformation

Zwischen Utopie und Tagespolitik: Gesamtstrategie einer vergesellschaftenden Transformation des Wohnungswesens.
Nicht nur in Berlin, im gesamten Bundesgebiet. VONOVIA und Co vergesellschaften, wie? und dann?

Workshop am Samstag, 14. Dezember 2019 in Frankfurt/M.
 
11:30 Uhr Ankommen
 
12:00 Begrüßung
 
12:05 2 Berliner*innen aus der Initiative Deutsche Wohnen & Co. Enteignen und wir als Organisationsteam
 
Einstündige Panels ab 12:30 Uhr, mit folgenden Themen, dazwischen Kaffepausen:
 
1. WAS soll vergesellschaftet werden? Was ist der Gegenstand? Geht es um Grundstücke, Anteile an Unternehmen, den Boden insgesamt? Wie werden „sozialisierungsreifen“ Teile des Wohnungswirtschaft ohne grundlegende Umsetzungshindernisse verfassungskonform identifiziert?
 
2. WOHIN soll vergesellschaftet werden? Wie soll das sozialisierte Wohnungswesen organisiert, gesteuert, finanziert, demokratisch kontrolliert werden?
 
3. WIE wird die Überführung vom (sozialisierungsreifem) Privateigentum in die Gemeinwirtschaft gestaltet und insbesondere finanziert? Wir kann im Falle einer Enteignung die Entschädigung so begrenzt werden, dass es nicht auf einen für die Branche lukrativen Rückkauf hinausläuft? Welche Änderungen der Immobilienbewertung sind anzustreben, auch unabhängig von einer Enteignung?
 
4. ÜBERGÄNGE DURCH REGULATION: Welche politischen Maßnahmen sollen ergriffen werden, um die Sozialisierung der dazu reifen Teile des Wohnungswesens einzuleiten, zu erleichtern und zu begleiten. Und was muss getan werden, um das gesamte Wohnungswesen gesellschaftlich zu kontrollieren?
 
17:30 Ausblick bzw. Zusammenfassung
Schluss 18 Uhr
 
Referent*innen und weitere Infos demnächst auf unserer Internetseite www.mieteraktionärin.de.
 
Veranstalter*innen: Kritische Immobilienaktionär*innen in Zusammenarbeit mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung
 
Hinweis: Anmeldung per Zusage hier auf Facebook reicht nicht.
Anmeldung formlos per mail bitte an: anmeldung14122019@email.de
 
Es gibt keine Teilnahmegebühr. Fahrtkosten und Übernachtungskosten können nicht übernommen werden. Wir haben im nahegelegenen Hotel Moxy Zimmer für auswärtige Teilnehmer*innen reserviert. Bei Interesse melden Sie sich bei Karlheinz Paskuda, Tel. 0157.31574999.

Weitere Infos zum Programm (Referent*innen) folgen ab ca 15. November hier und auf unserer Facebookseite.

Ort: Osthafenforum (Medicohaus), Lindleystr. 15, Frankfurt.

Veranstalter*innen: Kritische Immobilienaktionär*innen in Zusammenarbeit mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Anmeldung formlos per mail bitte an: anmeldung14122019@email.de

 

Vonovia Halbjahresbericht 1/2019 : Selbstanpreisung mit Schönheitsfehlern

[UPDATE 4.8.2019] Die Vonovia SE hat ihren Geschäftsbericht für das erste Halbjahr 2019 vorgelegt. Laut Selbstdarstellung setzt sie ihre „positive Entwicklung“ fort. Die Selbstanpreisung wird aber durch einige Schönheitsfehler gestört: Die Vonovia musste eine hohe Abschreibung an ihrem immateriellen Unternehmenswert vornehmen. Die Quote „organischer Mietsteigerungen“ ohne Neubau ging von 4,0 % auf 3,7 % zurück. Und schließlich sitzen der Vonovia Mieterproteste und drohende Mietpreiskontrollen im Nacken. Zur Ausbesserung seiner angeschlagenen Reputation greift der Konzern mittlerweile zu teilweise absurd anmutenden Propagandamitteln.

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Die „Wohngarantie“ der Vonovia – ein lebenslanges Wohnrecht?

Kurz vor ihrer Aktionärshauptversammlung veröffentlicht die Vonvia SE ein neues Geschäftsverständnis, nach welchen es verhindert werden soll, dass Mieter, die das 70. Lebensjahr erreicht haben, sich Sorgen um den Verlust ihrer Wohnung machen. Ziel sei es, „dass Senioren in ihren angestammten Quartieren würdig alt werden“, so Rolf Buch, CEO der Vonovia SE auf der Hauptversammlung.  Buch sprach auf der Hauptversammlung gar von einem lebenslangen Wohnrecht. Mit diesem Begriff oder der Wortneuschöpfung „Wohngarantie“ wird das Thema auch in den Medien behandelt. Können sich nun zumindest die älteren Vonovia-Mieter sicher sein, Ihre Wohnung nicht mehr verlassen zu müssen? Was bedeutet diese Ankündigung konkret? Wie sind diese Aussagen juristisch einzuordnen?

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Gegenantrag zur Dividendenausschüttung der LEG 2019

Beschlussvorschlag:

Die Dividendenausschüttung wird auf 4 %der Netto-Kaltmieten der LEG Immobilien AG im Jahre 2018 beschränkt. Bei 560,2 Mio. Euro Nettokaltmiete entspricht dies 22.408.000 Euro. Der Differenzbetrag zum Verwendungsvorschlag des Vorstandes soll für die Bauerneuerung, die Verbesserung der örtlichen Wohnungsverwaltung und die Senkung überhöhter Mieten auf die ortsüblichen Vergleichsmieten verwandt werden.

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Pressemitteilung zur LEG-Hauptversammlung 2019

LEG-MieterInnen dürfen keine Spekulationsmasse sein!

Zwei Tage vor der Hauptversammlung der LEG-Immobilien AG am 29. Mai in Düsseldorf hat ein Aktionsbündnis aus Mieterinitiativen, Mietervereinen und kritischen AktionärInnen den Wohnungskonzern scharf kritisiert. Um ihren Aktionären eine überzogene Dividende ausschütten zu können, treibe die LEG systematisch die Mieten nach oben. Die Wohnungsverwaltung werde zunehmend automatisiert und sei mit der Behebung von Schäden und der Lösung lokaler Probleme überfordert. Obendrein beginne die LEG jetzt auch noch, Wohnungsbestände, die nicht genug Rendite bringen auf dem Finanzmarkt zu verramschen.

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Versammlung zum geplanten LEG-Verkauf in Wulfen-Barkenberg

Über 120 Einwohner des Dorstener Stadtteils Wulfen-Barkenberg kamen auf Einladung des LEG-Mieterbeirates am Freitagabend (24. Mai 2019) im Forum der Gesamtschule Wulfen zusammen, um sich über den bevorstehenden Verkauf ihrer LEG-Wohnungen zu informieren. Eher zufällig war öffentlich geworden, dass die LEG Münster, von dort werden die Wohnungen in Dorsten verwaltet, den Immobilienbesitz der ehemals landeseigenen LEG in Barkenberg bald verkaufen wird.

Artikel in LEG-Mieter*inneninitiative: Von der Stadt kommen bislang nur Lippenbekenntnisse

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