Kritik an Vonovia und LEG wächst

Die beiden größten börsennotierten Wohnungsunternehmen – die Vonovia SE und die LEG Immobilien SE – werden am 21. bzw. 27. Mai ihre Hauptversammlungen durchführen. Seit Jahren stehen sie wegen hoher Mietabschöpfung und mangelhafter Wohnungsbewirtschaftung in der Kritik. Diese Kritik hat sich im vergangenen Jahr durch fragwürdige „Innovationen“ und zahlreiche Konflikte mit Mietenden weiter verschärft. Bei beiden Unternehmen lassen die Pläne zum Ausbau des „Value-Add“-Segments neue Auseinandersetzungen erwarten. Bei Vonovia kommen zudem die Folgen und Risiken von Weiterverkäufen hinzu.

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Gegenantrag Vonovia HV: Bilanzgewinn für Entschuldung, energetische Erneuerung und Stabilisierung der Mieten verwenden

Gegenantrag zu TOP 2

Verwendung des Bilanzgewinns des Geschäftsjahres 2025 der Vonovia SE

Der Beschlussvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zur Verwendung des Bilanzgewinns in Höhe von 1.125.000.000,00 EUR wird abgelehnt.

Es soll wegen der multiplen Krisenlage in der sozialen Versorgung sowie der finanziellen Situation des Unternehmens auf jegliche Gewinnausschüttung – insbesondere auf die Dividende in Höhe von 1.060.534.683,75 EUR – verzichtet werden. Stattdessen ist der gesamte Bilanzgewinn in die Gewinnrücklagen einzustellen. Diese Mittel sollen dazu dienen, einen Verzicht auf geplante Mieterhöhungen zu finanzieren, notwendige Instandhaltungen und energetische Sanierungen durchzuführen sowie den Schuldenabbau voranzutreiben, ohne dabei auf weitere Wohnungsverkäufe angewiesen zu sein.

Begründung

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Vonovia-Geschäftsbericht: Konzern strebt Entschuldung durch Verkäufe und Industrialisierungsschub an

Am 19.3.2026 wurde der Geschäftsbericht der Vonovia SE für das Jahr 2025 veröffentlicht. Nach Jahren des Übernahmebooms und des Krisenmanagements zeichnet sich eine „Normalisierung“ auf dem eingeschlagenen Pfad der immer weiteren Mietenabschöpfung ab. Nicht neu ist auch die Erzählung, dass die Rendite in den nächsten Jahren vor allem auch durch den Ausbau der Zusatzgeschäfte, etwa im Energiesektor, und durch das Management fremder Immobilien und Immobilienfinanzanlagen steigen soll. Neu ist allerdings das Ziel, die Verschuldungsrate aus strategischen Gründen deutlich zu senken und dafür massive Verkäufe zu planen. Unter neuer Führung soll sich der hochverschuldete Immobilienkonzern  in einen Hichtech-Mischkonzern rund um die Ware Wohnung wandeln.

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Vonovia Halbjahresbericht 2025: Die Kehrseiten der Erfolgszahlen 

Mit der Präsentation des Finanzberichtes für das erste Halbjahr 2025 feiert sich der Vonovia-Vorstand für die Überwindung der jahrelangen Finanzkrise, in die er den Konzern mit seiner aggressiven, schuldenfinanzierten Expansionspolitik getrieben hatte. Nach über 13 Milliarden Euro Abschreibungsverlusten in den letzten drei Jahren erhöhte die Vonovia den fiktiven Wert ihrer Immobilien im ersten Halbjahr um 520 Millionen Euro.  Bei den operativen Ergebnissen legte der Konzern aufgrund erhöhter Mietsteigerungen, des Verkaufs von Wohnungen und der Erhöhung des konzerninternen Umsatzes deutlich zu. Alle diese geschäftlichen „Erfolge“ haben für die MieterInnen und die soziale Wohnungsversorgung negative Kehrseiten.

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Mietende in Berlin-Mariendorf fordern von Vonovia Recht auf Balkonkraftwerke

In Berlin-Mariendorf haben mehrere MieterInnen die Genehmigung zur Installation von Balkonkraftwerken beantragt, um aktiv zur Energiewende beizutragen. Trotz der positiven gesetzlichen Rahmenbedingungen des Solarpakets, das den Ausbau erneuerbarer Energien fördern soll, stoßen die MieterInnen auf Widerstand seitens des Immobilienkonzerns Vonovia.

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Kritische Aktionär*innen gegen die Entlastung des Vonovia-Vorstandes

Bei der Hauptversammlung der Vonovia am 28. Mai 2025 werfen kritische Aktionär*innen dem Konzernvorstand schwerwiegende Versäumnisse in der Klimastrategie, systematische Mietentreiberei, finanzielle Überlastungen der Wohnungssubstanz und mangelnde Transparenz vor. Dem zum Jahresende ausscheidenden Vorstandsvorsitzenden Rolf Buch wird vorgeworfen, für die immer stärkere Beschuldung der Wohnungen, Missmanegement an den Baustellen und immense Mietsteigerungen mit verantwortlich zu sein.

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Hauptversammlung der Vonovia 2025: Kritische Aktionär*innen gegen Milliardendividende

Der Vorstand der Vonovia schlägt der Hauptversammlung am 28.5.2025 eine Dividendenausschüttung in Höhe von 1,22 Euro je Aktie vor – insgesamt über eine Milliarde Euro. Nach Berechnungen der Plattform kritischer Immobilienaktionär*innen entspricht dies 29 Prozent der bereinigten Mieteinnahmen des Jahres 2024. Gegen die (hohe) Ausschüttung richten sich Gegenträge kritischer Aktionär*innen.

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Volle Ausschöpfung – Eine neues Wachstumsmodell der Vonovia?

Im Geschäftsjahr 2024 musste die Vonovia zum dritten Mal in Folge ihre fiktionalen Immobilienwerte abschreiben. Zinsen und Kosten des hochverschuldeten Konzerns drohen in Folge von Aufrüstung und Zöllen zu steigen. Trotzdem will der Vorstand die Dividendenausschüttung um 36% auf gut eine Milliarde Euro erhöhen. Zur Rechtfertigung wird den Investoren ein neues Wachstumsmodell versprochen.

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