Kritische Aktionäre fordern Umverteilung der Vonovia-Dividende

Zu der Hauptversammlung der Vonovia SE am kommenden Freitag, 16. April 2021, haben kritische AktionärInnen eine Reihe von Gegenanträgen gestellt. Vor allem fordern sie einen Verzicht auf die vom Vorstand geplante Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 956 Mio. Euro. Die Dividende beläuft sich damit auf ca. 37 Cent pro Euro Miete, – und das trotz der vielen Einkommensverluste durch die Pandemie! Die im Vorjahr erzielten Überschüsse müssten jetzt vollständig für einen solidarischen Ausgleich der Corona-Folgen und den sozial-ökologischen Umbau der Wohngebiete eingesetzt werden.

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Gegenveranstaltung zur Hauptversammlung der Vonovia SE

Vonovia-Methoden auf dem Prüfstand der MieterInnen 

Am 16. April findet die diesjährige (virtuelle) Hauptversammlung der Vonovia SE, Europas größter Vermieterin statt. Wie in den Jahren zuvor werden sich die AktionärInnen dort eine erneut erhöhte Dividendenausschüttung genehmigen. Der Vorstand wird über den vermeintlichen sozialen und ökologischen Vorbildcharakter des Konzerns und die trotz Krisen- und Corona-Jahr 2020 üppigen Gewinne berichten.

Doch wie sieht die Realität vor Ort aus? Worauf gründet sich der wirtschaftliche Erfolg der Vonovia?

Am Vorabend der Aktionärskonferenz bieten wir den kritischen Stimmen derjenigen ein Forum, die diesen „Erfolg“ der Vonovia SE bezahlen: den Mieterinnen und Mietern. Anhand konkreter Erfahrungen aus verschiedenen Städten werden wir aufzeigen, mit welchen inakzeptablen Methoden die Vonovia durch Betriebskostenabrechnungen und Mieterhöhungen nach Modernsierungen Gewinne generiert und wie sich organisierte MieterInnen dagegen wehren können.

Beginn der Gegenveranstaltung: 15. April 2021, 18 Uhr

YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=sbNJUGoLM7A&t=3517s

Veranstalter: Deutscher Mieterbund, Deutscher Mieterbund NRW, Mieterforum Ruhr, Plattform kritischer Immobilienaktionär*innen, VoNO!via-MieterInnenbündnis

 

Die finanzdominierte Wohnungswirtschaft ist sozialisierungsreif!

Die zum Teil gigantische Größe der Konzerne, ihre hohe Abschöpfung der Mietereinkommen für Gewinnausschüttungen, die systematische Renditeoptimierung aller Aspekte der Wohnungsbewirtschaftung und die wachsende digitale Kontrolle über das Leben in den Wohngebieten zeigen:  die finanzialisierte Wohnungswirtschaft ist sozialisierungsreif. Um ihre Vergesellschaftung zu erreichen, genügt es aber nicht, gelegentlich Enteignungsparolen zu rufen. Wir benötigen vielmehr eine Strategie, die in der ganzen Bundesrepublik darauf Einfluss nimmt, dass finanzmarktorientierte Wohnungseigentümer wesentlich stärker reguliert und dabei möglichst viele ihrer Wohnungen in das Eigentum gemeinnütziger Träger überführt werden.

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LEG-Geschäftsbericht 2020: Hohe Dividende trotz Corona und schlechtem Service

Die LEG Immobilien SE präsentiert in Ihrem Jahresbericht für das Krisenjahr 2020 ein glänzendes Ergebnis. Im Gegensatz zu vielen MieterInnen und anderen Branchen sind börsennotierte Großvermieter von der Corona-Krise kaum betroffen, – jedenfalls was die Ausschüttungen an die Anleger anbelangt. Der LEG-Vorstand schlägt vor, 272,5 Mio. Euro Dividenden an die AktionärInnen auszuzahlen, pro Aktie sind das 5 % mehr als im Vorjahr. Die Ausschüttungen entsprechen 43% der Mieteinnahmen des Jahres 2020. Von jedem Euro Kaltmiete entfallen damit 43 Cent auf die Dividende. Auch im Vergleich zu anderen börsennotierten Wohnungsunternehmen zahlen die MieterInnen der LEG damit besonders viel an die Anleger. Und sie erhalten dafür von ihrer Vermieterin besonders wenig Leistung.   » Weiterlesen

Klimawechsel bei der Vonovia?

In den letzten Jahren hat die Reputation des Finanzinvestors Vonovia in der Öffentlichkeit und bei den MieterInnen arg gelitten. Das ist schlecht für den politischen Einfluss. Und das ist schlecht für die Glaubwürdigkeit gegenüber den institutionellen Investoren, die verstärkt auf Nachhaltigket achten. Mit der Präsentation des Geschäftsberichtes 2020 unternimmt Vonovia-Chef Buch den Versuch, das hässliche Bild des Mieterschrecks durch die Erzählung eines treu sorgenden Hausvaters und Klimaretters in Vergessenheit geraten zu lassen.

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Bilanzpressekonferenz: Treusorgender Hausvater Vonovia?

Die heutige Bilanzpressekonferenz der Vonovia am 4. März 2021 stand ganz im Zeichen des Klimas. Glaubt man den Ankündigungen, wird die Vonovia in Zukunft nicht mehr versuchen, mit schlecht geplanten Modernisierungsmaßnahmen und fehlerhaften Abrechnungen möglichst viel Miete einzukassieren und so ihre Rendite zu steigern. Stattdessen wird sie sich wie ein treusorgender Hausvater um alle Aspekte des klimaneutralen Zusammenlebens in ihren Wohnquartieren kümmern. Wie glaubwürdig ist das?

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Vonovia veröffentlicht Gewinne des 1. Corona-Jahres am 4. März

Morgen früh (4.3.2021) wird die Vonovia SE ihren Geschäftsbericht für das Jahr 2020 veröffentlichen. Trotz Pandemie werden gestiegene Mieten und hohe Gewinne erwartet. Nach dem Bericht für die ersten 9 Monate liegen die Mietsteigerungen auf dem Vorjahreswert. Der Vonovia-Vorstand wird eine Anhebung der Dividendenausschüttung von 1,57 EUR/Aktie auf 1,69 EUR/Aktie (+7,6 %) vorschlagen.

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Vonovia-Mieter fordern korrekte und transparente Abrechnungen

Seit langem steht der größte deutsche Vermieter, die Vonovia SE, in der Kritik von MieterInnen und Mieterorganisationen. An vielen Standorten des Wohnungsriesen wehren sich Betroffene gegen undurchsichtige Umlagenabrechnungen, willkürliche Modernisierungen, Mängel und Mieterhöhungen. Jetzt haben sich bislang zwanzig kleine und große Mieterorganisationen zusammengeschlossen, um sich gegenseitig im Widerstand gegen das Geschäftsgebaren der Vonovia zu unterstützen. In einem offenen Brief an die Vonovia haben sie gemeinsame Forderungen zu den umstrittenen Abrechnungen, sowohl von Neben- als auch von Modernisierungskosten, aufgestellt.

Darin fordern die Mieterorganisationen unter anderem eine bundesweite Rückerstattung der Hauswartkosten und unbegründeter Mieterhöhungen wegen angeblicher Modernisierung.

Den Offenen Brief finden Sie hier:  21-02-27_Obf_VoNO!via_end

Dort finden Sie auch Ansprechpartner der einzelnen Gruppen und Organisationen.

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„System Vonovia“ ?

Ein Erklärungsansatz für die vielen Falsch- und Phantomabrechnungen bei Vonovia & Co

„Abrechnungs-Tricks“, „Nebenkosten-Abzocke“, „Phantom-Abrechnungen“, „Betrügereien“… Solche und ähnliche Worte hört man immer wieder, wenn man sich mit Vonovia-MieterInnnen über ihre jährlichen Nebenkostenabrechnungen unterhält. Auch in den Medien reißt der Strom von Berichten über kleine und große Abrechnungsskandale nicht ab, – trotz all der professionellen Bemühungen des Konzerns um seine Reputation. Dabei ist der schlechte Ruf alles andere als neu. Schon die finanzdominierten Vorgängergesellschaften der Vonovia, egal ob sie Deutsche Annington oder GAGFAH hießen, führten die Hitparade der Mieterschrecken an. Man kann noch weiter zurückgehen: Ende der 90er Jahre machten staatsanwaltschaftliche Ermittlungen zu Betrügereien bei den Nebenkosten der Annington-Vorgängerin VEBA Wohnen bundesweit Schlagzeilen. Ist das etwas grundsätzlich faul im „Staate“ der großen Wohnungskonzerne?

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