VONOVIA HV 2020. Fragen an den Vorstand 5: Mietpreistreiber ohne Ende?

MieterberaterInnen werfen der Vonovia vor, die lokalen Mietenniveaus durch Modernisierungen und hohe Neuvertragsmieten anzutreiben. Die Zeche zahlen neben den MieterInnen auch die öffentlichen Haushalte, die immer mehr für die Deckung der Kosten der Unterkunft aufbringen müssen. Wie lange wird es dauern, bis darauf nicht nur in Berlin, sondern überall, Reaktionen der Gesetzgeber erfolgen? Reichen schöne Worte aus, diese Risiken für die Rendite abzuwenden? Macht ein Vorstand, der ständig Proteste und politische Reaktionen provoziert, eigentlich seine Arbeit gut genug, um von den AktionärInnen entlastet zu werden?

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VONOVIA HV 2020. Fragen an den Vorstand 2: Situation und Pläne in Schweden

Seit Jahren schon reicht der Vonovia der Wohnungsbestand in Deutschland nicht mehr aus. Nach der Übernahme der österreichischen Conwert Gruppe (2017) und der BUWOG AG (2018) schluckte der Konzern 2018/2019 auch die schwedische Victoria Park AB. Im Jahr 2019 folgte der Erwerb von Erwerbs von 2.340 Wohnungen in den Großräumen Stockholm und Göteborg von der Akelius Residential Property. Und schließlich kauften die Bochumer 2019/2020 von dem Finanzinvestor Blackstone auch noch die Hembla AB mit 21.385 Wohnungen, die vor allem im Großraum Stockholm mit einem sehr angespannten Wohnungsmarkt liegen. Zu diesem Wohnungsbestand gehören auch benachteiligte Wohngebiete, die in den 70er Jahren mit einem staatlichen Sozialwohnungsprogramm errichtet wurden. Eines der wichtigsten dieser Wohngebiete ist der Stockholmer Stadtteil Husby, in dem viele MigrantInnen und Menschen mit prekären Einkommen leben. Die Stadtforscherin Defne Kadioglu (Malmö) und der Stadtforscher und Mieterberater Ilhan Kellecioglu (Husby) haben unter anderem die folgen Fragen an den Vorstand des Vonovia gerichtet.

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Solidarität statt Dividende! – Gegenveranstaltung zur Hauptversammlung 2020 der Vonovia SE

Gegenveranstaltung zur Hauptversammlung 2020 der Vonovia SE

29.6.2020 – 18:00 – 19:30 Uhr

Die Meeting wird auf Zoom abgehalten und auf YouTube gestreamt.

Die Themen:

  • Hohe Dividendenausschüttung trotz Corona: Die Vonovia darf sich nicht an der Krise bereichern!
  • Mietpreistreiberei und Abrechnungskünste: Die Abzocke endlich beenden!
  •  Mietenwahnsinn und Renovierungsstau auch in Schweden: Die Geschäftsmodelle der Vonovia dürfen nicht zum Exportschlager werden!

RednerInnen:

  • Daniel Zimmermann, Koordinationsstelle Große Wohnungsunternehmen des Deutschen Mieterbundes
  • Knut  Unger, MieterInnenverein Witten /  Plattform kritischer ImmobilienaktionärInnen
  • Defne Kadioglu, Stadtforscherin , Unversität Malmö und und Ilhan Kellecioglu (u.a. Mieterberater in Stockholm-Husby)
    Kurze Statetements von:
  • Hans-Jochem Witzke, Vorsitzender des Deutschen Mieterbundes NRW 
  • Jörg Schledorn (Ver.di)
  • Daniel Schultz (Mietergewerkschaft Frankfurt)
  • Rene Tannhäuser (Netzwerk Vonovia Mieter Dresden)
  • Kees Stad (Amsterdam)…

Dieser Link leitet zum Stream weiter: 29-06.mieteraktionärin.de

https://youtu.be/HkLfN4_zSv4

Veranstalter: Plattform kritischer Immobilienaktionär*innen, MieterForum Ruhr, DMB-NRW, Dachverband kritischer Aktionär*innen

Gegenanträge zur Vonovia Hauptversammlung 2020

Zur Vonovia-Hauptversammlung 2020, die am 30.6.2020 online stattfinden wird, haben kritische Aktionär*innen Gegenanträge gestellt. Die meisten Gegenanträge richten sich gegen die Verwendung des Bilanzgewinns 2019 für die Dividendenausschüttung. Gerade in Zeiten der Pandemie seien Rekordgewinne aus der Abschöpfung von Einkommen nicht zu rechtferigen, finden die KritikerInnen. Sie entwerfen zum Teil ein ganzes Programm, wie mit den hohen Überschüssen des Konzerns solidarisch umgegangen werden könnte. Auch aus Schweden, wo die Vonovia zuletzt prekäre Stadtteile von Blackstone übernahm, melden sich erstmals KritikerInnen bei einer Hauptversammlung. Antragstaller aus Dortmund und Witten beklagen, dass sich die Vonovia im Ruhrgebiet als Mitpreistreiber betätigt. Ein Gegentrag richtet sich gegen die Entlastung des Vorstandes, dem eine intransparente Rechnungslegung gegenüber den MieterInnen vorgeworfen wird.

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Vonovia & LEG: Von jedem Euro Miete sollen 37 – 41 Cent als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet werden

Nach dem Vorschlag des Vonovia-Vorstandes sollen aus den Einnahmen des Jahres 2019 insgesamt 912.721.577 Euro  an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Nach Berechnungen der Plattform kritischer Immobilienaktionär*innen fließen damit 37 % der Mieteinnahmen des Jahres 2019 in den Gewinn der Anleger.

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Vonovia Halbjahresbericht 1/2019 : Selbstanpreisung mit Schönheitsfehlern

[UPDATE 4.8.2019] Die Vonovia SE hat ihren Geschäftsbericht für das erste Halbjahr 2019 vorgelegt. Laut Selbstdarstellung setzt sie ihre „positive Entwicklung“ fort. Die Selbstanpreisung wird aber durch einige Schönheitsfehler gestört: Die Vonovia musste eine hohe Abschreibung an ihrem immateriellen Unternehmenswert vornehmen. Die Quote “organischer Mietsteigerungen” ohne Neubau ging von 4,0 % auf 3,7 % zurück. Und schließlich sitzen der Vonovia Mieterproteste und drohende Mietpreiskontrollen im Nacken. Zur Ausbesserung seiner angeschlagenen Reputation greift der Konzern mittlerweile zu teilweise absurd anmutenden Propagandamitteln.

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Pressemitteilung zur LEG-Hauptversammlung 2019

LEG-MieterInnen dürfen keine Spekulationsmasse sein!

Zwei Tage vor der Hauptversammlung der LEG-Immobilien AG am 29. Mai in Düsseldorf hat ein Aktionsbündnis aus Mieterinitiativen, Mietervereinen und kritischen AktionärInnen den Wohnungskonzern scharf kritisiert. Um ihren Aktionären eine überzogene Dividende ausschütten zu können, treibe die LEG systematisch die Mieten nach oben. Die Wohnungsverwaltung werde zunehmend automatisiert und sei mit der Behebung von Schäden und der Lösung lokaler Probleme überfordert. Obendrein beginne die LEG jetzt auch noch, Wohnungsbestände, die nicht genug Rendite bringen auf dem Finanzmarkt zu verramschen.

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Vonovia MieterInnenversammlung

15. Mai 2019, 18 Uhr in Bochum

Für den 15. Mai 2019, 18 Uhr laden der Deutsche Mieterbund (DMB) und die Plattform der kritischen ImmobilienaktionärInnen zu einer Versammlung anlässlich der Aktionärsversammlung der Vonovia SE in Bochum ein. MieterInnen und ihre UnterstützerInnen werden ihre Vorwürfe an den größten deutschen Vermietungskonzern in konzentrierter Form präsentieren.

In einem Einladungsflyer werfen die KonzernkritikerInnen der Vonovia vor, dass die jährlichen Mieteinnahmen zu etwa einem Drittel mit Dividendenausschüttungen belastet seien.

Weitere Themen der Veranstaltung sollen sein:

  • Mieterhöhungen und Mieterverdrängung durch Instand-Modernisierungen
  • Planungsmängel und Baustellenchaos
  • undurchsichtige und immer höhere Nebenkosten
  • Abrechnung von überteuerten oder nicht erbrachten Leistungen

Zeit: Mittwoch, 15. Mai 2019, 18:00 Uhr

Ort: Bahnhof Bochum-Langendreer, Wallbaumweg 108

Kritische AktionärInnen werden auch bei der Aktionärsversammlung am folgenden Tag (16.5.2019 ab 10 Uhr) im RuhrCongress Bochum zugegen sein. Sie werden unter anderem ihre Gegenanträge zur Verwendung des Bilanzgewinns und gegen die Entlastung des Vorstandes begründen. Bereits für 9 Uhr ist vor dem  RuhrCongress eine Mahnwache angekündigt.

Einladungsflyer (PDF) zum Ausdrucken

Der Konflikt mit der Vonovia spitzt sich zu

IST DAS GESCHÄFTSMODELL DES IMMOBILIENKONZERNS MIT DER SOZIALPFLICHTIGKEIT DES EIGENTUMS VEREINBAR?

Rosa Luxemburg Stiftung, Reihe Standpunkte 3/2019 

Die im DAX notierte Vonovia S.E., der größte deutsche Wohnungsvermieter, hat im Dezember 2018 begonnen, auf die Pro-teste von Mieter*innen zu reagieren und seine Mieterhöhungsstrategie an neue gesetzliche Rahmenbedingungen anzupas-sen. Doch damit ist der Konflikt zwischen den Renditemechanismen dieses finanzdominierten Wohnungskonzerns und den Mieter*innen noch lange nicht ausgestanden. Mittlerweile machen Täuschungsvorwürfe gegen die Firma Schlagzeilen. Ist das Geschäftsmodell der Vonovia noch mit der Sozialpflichtigkeit des Eigentums vereinbar? Und was, wenn nicht?

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