LEG: Dividenden-Steigerung auf Kosten der Mieterrechte

Am 5. März hat der LEG-Vorstand den Geschäftsbericht für das Jahr 2025 veröffentlicht. Es soll eine Dividende von 220,7 Mio. Euro ausgeschüttet werden. Das sind 8 Prozent mehr als im letzten Jahr. Pro Euro Mieteinnahmen aus dem Jahr 2025 sollen somit 24 Cent in die Dividende 2026 fließen. Die Erhöhung der Gewinnentnahme ist trotz erhöhter operativer Kosten und starker Probleme im Wohnungsbestand geplant.

Die Dividende steigt doppelt so stark wie die Mieten im freifinanzierten Bestand. Zu rechtfertigen ist das allenfalls als Vorschuss auf die vom Vorstand in Zukunft erwarteten weiteren Mietsteigerungen sowie auf die erwarteten Zusatzgewinne aus intransparenten Insichgeschäften und Verkäufen.

Die Leistungen für die Mietenden werden sich dadurch nicht verbessern. Im Gegenteil. Überall sorgt der zweitgrößte Vermieter Deutschlands mit seiner schlechten Erreichbarkeit, mit Schimmel und ausfallenden Aufzügen, nicht belegten Nebenkostenpositionen und willkürlichen Zahlungserinnerungen für negative Schlagzeilen.

Die Folgen bekommen auch die überforderten MitarbeiterInnen zu spüren. Der LEG-Vorstand beklagte sich in der Presse über eine „Verrohung der Umgangsformen“.

Handelsblatt 5.3.2025: „Populistisch ausgeschlachtet“ – LEG kritisiert den Mieterbund

Wie wäre es, wenn die steinreichen Manager dafür sorgen würden, dass das Personal angemessen aufgestockt und die MitarbeiterInnen nicht zu rechtswidrigen Drohungen gegen die Mietenden getrieben werden?

In Witten haben sich die Konflikte mit MieterInnenverein im letzten Geschäftsjahr drastisch zugespitzt. Der Konzern verklagt über 80 Mieter, weil sie die Zahlung von Nebenkostennachforderungen verweigern, bis die LEG nachgewiesen hat, dass ihre Abrechnungen richtig sind. Weitere Informationen dazu hier.

https://www.mvwit.de/leg-missachtet-mieterrechte/      

Kein Spielraum für die Dividende

Zur Hauptversammlung am 27. Mai werden wir beantragen, dass die LEG auf Dividenausschüttungen verzichtet und ihre rechtswidrigen Praktiken korrigiert. Personal und Instandhaltung müssen aufgestockt werden, damit die LEG die Anforderungen an einen soliden Vermieter mit zum Teil schwierigen Mieterschaften erfüllen kann. Dem Vorstand, der die bestehenden Missstände zu verantworten hat, darf selbstverständlich keine Entlastung erteilt werden.

Auch die Landespolitik muss sich viel kritischer als bisher mit den Folgen der Privatisierung des früheren Landesunternehmens befassen und Schritte unternehmen, diesen Fehler zu korrigieren. Nach Artikel 15 Grundgesetz können die Wohnungsbestände von LEG, Vonovia und anderen Finanzinvestoren durch ein Landesgesetz, das auch die Höhe der Entschädigung festlegt, vergesellschaftet werden. Die börsennotierte LEG zeigt jeden Tag, wie erforderlich dieser Schritt ist.

Hauptversammlung der Vonovia 2025: Kritische Aktionär*innen gegen Milliardendividende

Der Vorstand der Vonovia schlägt der Hauptversammlung am 28.5.2025 eine Dividendenausschüttung in Höhe von 1,22 Euro je Aktie vor – insgesamt über eine Milliarde Euro. Nach Berechnungen der Plattform kritischer Immobilienaktionär*innen entspricht dies 29 Prozent der bereinigten Mieteinnahmen des Jahres 2024. Gegen die (hohe) Ausschüttung richten sich Gegenträge kritischer Aktionär*innen.

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Vonovia-Geschäftsbericht: Mieter sollen 1 Milliarde Dividenden zahlen

Im Geschäftsjahr 2024 fuhr die Vonovia einen bilanziellen Verlust in Höhe von 960 Millionen Euro ein.  Zum dritten Mal in Folge musste sie fiktionale Immobilienwerte abschreiben. Diesmal sind es 1,6 Milliarden Euro. Trotzdem will der Vorstand die Dividendenausschüttung um 36 Prozent auf gut 1 Milliarde Euro erhöhen. Bezahlen müssen das die Mieterinnen und Mieter.

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LEG: Dividenden-Geschenke auf Kosten der Mieter

Heute hat die LEG Immobilien SE ihren Geschäftsbericht für das Jahr 2024 veröffentlicht. Trotz großer Probleme bei der Bewirtschaftung und Instandhaltung der Immobilien schlägt der Vorstand vor, die Dividendenausschüttung um 11 Prozent zu erhöhen.  Bezahlt wird es wieder einmal von den Mietern.  Im freifinanzierten Wohnungsbestand erhöhte die LEG die um Bestandsveränderungen bereinigten Mieteinnahmen innerhalb eines Jahres um durchschnittlich 4 Prozent. Das ist weit mehr als die Steigerung des Bundesmietenindex.

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Vonovia: Noch mehr Miete für die Dividende

Folge 2 von «CASH IS KING – Vonovia und Co. verstehen». Eine Reihe bei der Rosa Luxemburg Stiftung.

Noch im März 2024 hatte die Vonovia wegen hoher Immobilienabwertungen öffentlich ein schlechtes Bild abgegeben. Pünktlich zur Hauptversammlung am 8. Mai 2024 versucht die Vonovia, das Bild zu korrigieren. Dabei spielt ihr in die Karten, dass ihr das Land Berlin mit einem Wohnungsrückkauf im Umfang von 700 Millionen Euro die gefährdete Liquidität sichert. Bereits im Laufe des Jahres 2024 will die Vonovia wieder mehr in gewinnsteigernde Modernisierungen investieren. Den Anlegern verspricht sie eine starke Erhöhung der Dividende. Dafür soll der Staat auf Beschränkungen der Mietererhöhungen verzichten.

ZUM ARTIKEL

Cash is King 01: Brennende Luftschlösser

Folge 1 von «CASH IS KING – Vonovia und Co. verstehen». Bei der Rosa Luxemburg Stftung.

Über zehn Jahre hinweg kannten die Immobilienwerte der Finanzanlagenindustrie nur eine Richtung: nämlich aufwärts. Dann kam Mitte 2022 die Zinswende. In der Folge mussten auch die großen börsennotierten Wohnungskonzerne ihre Immobilien in Deutschland um viele Milliarden abwerten. Schuldenfinanzierte Geschäftsmodelle, die auf baldige Realisierbarkeit der fiktiven Buchwerte gewettet haben, sind ins Schlingern geraten. Langfristig orientierte «Mietenabschöpfungsunternehmen» wie vor allem die Vonovia und die LEG setzen alle erdenklichen Hebel in Bewegung, um auch aus dieser Krise wiederum als Gewinner hervorzugehen. Es ist gut möglich, dass sie damit erst einmal Erfolg haben werden. Aber um welchen Preis?

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LEG in der Abwärtsspirale: Keine Dividende 2023

Jahrelang hat die Plattform kritischer Immobilienaktionär*innen einen Verzicht auf überhöhte Dividendenausschüttungen und spekulatives Wachstum gefordert. Vergeblich. Nun präsentiert der LEG-Vorstand den Anlegern und Mietern die Quittung für seinen Größenwahn: Im Jahr 2023 soll das zweitgrößte Wohnungsunternehmen Deutschland überhaupt keine Dividende ausschütten. Zugleich sollen die Investitionen in Modernisierungen deutlich gekürzt, die Mieten aber weiter erhöht werden. Eine endlose Abwärtsspirale droht.

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Gegenanträge zur LEG-Hauptversammlung am 19. Mai 2022

Vertreter der Plattform kritischerer Immobilienaktionär*innen fordern bei der Hauptversammlung der LEG Immobilien SE am 19.5.2022 eine radikal verrringerte Dividendenausschüttung. Die Mieteinnahmen würden benötigt, um den immer katastrophaleren Service der LEG zu verbessern und die Wohngebiete ohne Mieterhöhungen klimagerecht zu sanieren. Wegen der zahlreichen Missstände in der Wohnungsbewirtschaftung werden wir auch gegen die Entlastung des LEG-Vorstandes stimmen. Selbstverständlich sehen wir auch keinen Grund für die Erhöhung der Vorstandsvergütung. Das Vergütungssystem setzt völlig falsche Anreize.

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