Aufruf: Artikel 15 verteidigen – Wohnraumvergesellschaftung bundesweit umsetzen!

Aufruf zum Protest gegen das geplante Vergesellschaftungsverbot und für die Bildung eines breiten Vergesellschaftungsbündnisses

Am 11. Juni 2026 hat die Sonder-Bauministerkonferenz der Forderung Bayerns und Nordrhein-Westfalens, der Vergesellschaftung von Wohnungsbeständen „strikte Grenzen zu setzen“, ihre Zustimmung erteilt. Bereits am 2.7.2026 ist die Bundesregierung diesem Vorstoß gefolgt und hat beschlossen, ein Gesetz zu erarbeiten, das die Vergesellschaftung von Wohnraum durch die Bundesländer verbietet.

Wir sind entsetzt, und wir sind entschlossen, uns diesem Angriff zu widersetzen.

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Aktion vor dem NRW-Bauministerium in Düsseldorf

„Vergesellschaftung von Wohnraum muss möglich bleiben – in Berlin und bundesweit!“ Unter diesem Motto ruft das Düsseldorfer „Bündnis für bezahlbaren Wohnraum“ am Donnerstag 16.7. 26 um 11 Uhr zu einer Protestaktion vor dem NRW-Bauministerium auf (Düsseldorf, direkt an der Rheinkniebrücke, Hubertusstr. 9). Wir protestieren gegen das Vorhaben der Bundesregierung, per Gesetz die Vergesellschaftung von Wohnraum zu verbieten. Auf Initiative der NRW-Bauministerin Ines Scharrenbach und ihres bayerischen Amtskollegen hatte sich die Sonder-Bauministerkonferenz bereits am 11. Juni diese Forderung zu eigen gemacht, der die Bundesregierung inzwischen gefolgt ist. » Weiterlesen

Vonovia wächst. Die Zumutungen für die Mieterinnen und Mieter auch

Gemeinsame Pressemitteilung des Deutschen Mieterbundes NRW, des MieterInnenbündnisses VoNO!via & Co., des Dachverbandes kritischer Aktionär*innen und der Plattform kritischer ImmoblienaktionärInnen zu den Hautversammlungen von Deutsche Wohnen und Vonovia am 23. und am 24.1.2025

Düsseldorf, 22.01.2025 | Am 23. und 24. Januar veranstalten die Deutsche Wohnen SE und die Vonovia SE jeweils eine außerordentliche Hauptversammlung, um die Einverleibung der rund 140.000 Wohnungen der Deutschen Wohnen in die Vonovia zu besiegeln. Damit hat Vonovia endgültig die Kontrolle über rund 480.000 Wohnungen in Deutschland. Für Mieterinnen und Mieter bedeutet die Verschmelzung der beiden Konzerne das Schlechteste aus beiden Welten zu bekommen. Mietervertreter:innen und Konzernkritiker:innen veranstalten deshalb am 24. Januar ab 9 Uhr eine kleine Protestaktion vor dem Gebäude der Vonovia in Bo chum. Dort findet auch die Hauptversammlung statt.

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Gegen den Beherrschungsvertrag Vonovia-Deutsche Wohnen

Am 23. und 24. Januar veranstalten die Deutsche Wohnen SE und die Vonovia SE außerordentliche Hauptversammlungen in Bochum.  Dort sollen die Aktionär*innen einem Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag zustimmen, der die Deutsche Wohnen vollständig den Weisungen des Vonovia-Vorstandes unterstellt. Die Plattform kritischer Immobilienaktionär*innen befürchtet eine noch stärkere Ausrichtung aller Geschäfte unter das extrem renditeorientierte, finanzindustrielle Geschäftsmodell des Mutterkonzerns und lehnt den Vertrag deshalb ab. Bei der Hauptversammlung der Vonovia wollen kritische AktionärInnen  Fragen zu den Risiken und Folgen für die MieterInnen, Beschäftigten, Zulieferfirmen und die wirtschaftliche Stabilität stellen. Vor Beginn der Hauptversammlung beteiligt sich die Plattform an einer Protestaktion. Sie unterstützt Forderungen nach einer strikteren gesetzlichen Kontrolle und Vergesellschaftung der finanzdominierter Wohnungskonzerne.
Ort der Aktion: Vor der Vonovia-Zentrale, Universitätsstrasse 133 in Bochum
Zeit: Freitag, 24.1.2025, 9-10 Uhr

Heizkostenprotest: Vonovia versucht den Schaden für sich zu begrenzen

Am 12.1.2024 veröffentlichte das bundesweite MieterInnenbündnis VoNO!via & Co. diesen Offenen Brief an den Vonovia Vorstand:

OFFENER BRIEF: Die Vonovia muss auf ihre überhöhten Heizkostenforderungen verzichten!

Er führte zu einer Reihe von Medienveröffentlichungen und schon gestern zu ersten Reaktionen der Vonovia.

Der Wohnungskonzern gibt zu, dass in Berlin-Mariendorf massive „Fehler“ der Heizkostenabrechnung vorliegen. Von weiteren „Fehlern“ ist seitens der Vonovia bislang nicht die Rede. Auch wenn Überschriften z.T. anderes suggerieren, ist der Konzern offensichtlich bemüht, das Problem lokal zu begrenzen und in Berlin- und bundesweit berechtigten Protesten Wind aus den Segeln zu nehmen.

Die Vonovia schiebt die Schuld am Mariendorfer „Fehler“ auf den Wärmelieferanten GETEC. Allerdings kommen die Wärmerechnungen in Mariendorf von der G+D. Das ist ein Joint Venture der Deutschen Wohnen mit GETEC, das die Vonovia mit übernommen hat. Die Vonovia hält 45 % der Anteile. Sie verdient also an den „Fehlern“ mit. Über die G+D lässt sich die Vonovia im ganzen Bundesgebiet Wärme- und Gasrechnungen schreiben, deren Preise an extrem spekulative Gasbörsen-Indices gebunden sind. In Mariendorf und Schöneberg ist es ein Index der Termingeschäfte.

Heute um 11 Uhr findet eine Mieterprotest in Berlin Tempelhof statt. Ort: Tempelhofer Damm/Ecke Manfred-von-Richthofen-Str. (S- und U-Bahn Tempelhof)

Vonovia auf dem Weg zur Digitalplattform? „MIETER-APP“ bietet keine Transparenz!

Bei der heutigen Hauptversammlung der Vonovia hat deren Chef Buch eingestanden, dass es aufgrund der aktuellen Lage auf den Kapitalmärkten erhebliche Schwierigkeiten gebe, das bisherige Expansionsmodell fortzusetzen. Statt durch Übernahmen soll die Vonovia nun durch Ausbau der digitalisierten Bewirtschaftungspattform wachsen. Die berüchtigte Abschöpfung von Neben- und Modernisierungskosten mittels konzerninterner Rechnungs-Konstruktionen soll auf die Deutsche Wohnen übertragen werden. Offenbar gibt es auch Überlegungen, den Wohnungsbestand für Direktbeteiligungen von Finanzinvestoren zu öffnen. Vonovia könnte sich dann auf die Bewirtschaftung der Immobilien anderer Anleger beschränken.  Große Potentiale sieht Buch in der Verlagerung der Verwaltung auf automatisierte Verfahren wie der Mieter-App.

In all dem lauert erhebliches zukünftiges Konfliktpotential. Das bundesweite VoNO!via-MieterInnenbündnis hat bereits der Aussage von Vonovia-CEO Rolf Buch widersprochen, die von der Vermieterin eingeführte Kunden-App stelle die Nebenkostenabrechnung transparent dar. Es könnte zu einem weiteren Rückzug der Vonovia aus der persönlichen Wohnungsbetreuung kommen. Steht uns eine vollautomatisierter Vermietungskonzern bevor?

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#novonovia: Video zum Protest gegen den größten Wohnungskonzern Europas

Aus Protest gegen Vonovia & Co. zogen am 23. April rund 400-500 Menschen durch die Bochumer Innenstadt bis zur Konzernzentrale der Vonovia. Es war ein vielfältiger Protest mit einem breiten Spektrum von Meinungen.

Der Anlass der Demonstration: Am 29. April soll die Hauptversammlung des größten Wohnungskonzerns Europas die Ausschüttung einer Dividende von 1,3 Milliarden Euro beschließen. Bezahlt wird diese Dividende von den MieterInnen: Überdurchschnittlich steigende Mieten, undurchsichtige Nebenkosten und ein schlechter Service sind die Kehrseiten des gigantischen Wachstums des Konzerns im letzten Jahr. Andere börsennotierte Konzerne, etwa die LEG Immobilien SE, stehen den Vorgehensweisen der Vonovia in nichts nach.

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