Scheitern der Konzern-Fusion: Jetzt erst recht am 11. September für Mietendeckel und Vergesellschaftung demonstrieren!

Das Hin und Her um die Übernahme der Deutsche Wohnen SE durch die Vonovia SE zeigt einmal mehr, wie sehr die Wohnverhältnisse den Finanzmärkten unterworfen sind. Mitten in der größten Krise des bezahlbaren Wohnens seit der Nachkriegszeit hängt die Zukunft hunderttausender Mietwohnungen von den selbstgemachten Regeln der Aktienfonds und den Kalkülen der Hedgefonds-Manager ab.

Auch ohne Einverleibung der Deutsche Wohnen: Noch nie gab es ein börsennotiertes Wohnungsunternehmen, in dem so viel Kapital gebündelt ist wie in der Vonovia. Ihre Expansion ist noch lange nicht abgeschlossen. Nach Übernahmen in Österreich und Schweden, nach ersten Ankerpunkten in Frankreich und den Niederlanden führte die Vonovia in diesem Jahr Gespräche mit der irischen Regierung. Dort wie auch in Deutschland bietet sie sich als Empfängerin öffentlicher Wohnungsbausubventionen an. Noch perspektivenreicher ist der Einstieg in die CO2-reduzierte Bewirtschaftung ganzer Wohngebiete. Wohnungen aufzukaufen, um sie schnell auszuschlachten, war gestern. Heute geht es dem Konzern um die Übernahme ganzer Infrastrukturen und um politischen Einfluss.

Am 26. September sind nicht nur Wahlen. In Berlin wird auch über den Vorschlag der Initiative „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ abgestimmt, die Berliner Wohnungen großer Privateigentümer in das Gemeineigentum des Landes zu überführen. Zuvor demonstriert das bundesweite Aktionsbündniss gegen Mietenwahnsinn bei der Mietendemo am 11. September in Berlin dafür, dass Mieten bundesweit gedeckelt werden, dass jeder Mensch einen verbindlichen Anspruch auf eine bezahlbare Wohnung erhält und dass die Immobilien der Finanzindustrie nach Artikel 15 Grundgesetz überall in die Gemeinwirtschaft überführt werden.

Dieser Zielsetzung und dem nachfolgenden Aufruf schließen wir uns an, auch wenn es auf dem Weg dahin viele Zwischenschritte zu gehen und viele dicke Bretter zu bohren gilt. Wir sehen am 11.9. an 13 Uhr in Berlin (Start Alexanderplatz).

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Mietendeckel für alle! Kritische Vonovia-Aktionär*innen fordern Rücknahme von Mieterhöhungen 

Zu der Ankündigung der Vonovia, nach Scheitern des Berliner Mietendeckels die entgangenen Mieten in Berlin nicht rückwirkend nachzufordern erklärt, die Plattform kritischer ImmobilienAKTIONär*innen: 
„Die Geste ist wohlfeil. Trotz Corona will die Vonovia weiter eine Rekorddividende ausschütten. Überall, außer in Berlin, gingen in den letzten Monaten die Mieterhöhungen munter weiter. Wir fordern, dass die Vonovia alle Mieterhöhungen seit Ausbruch der Pandemie zurücknimmt. Darüber hinaus muss der Konzern auf die zahlreichen ungerechtfertigten Modernisierungs-Mieterhöhungen der letzten Jahre verzichten. 
Da die Mehrheit der Aktionär*innen bei der morgigen Hauptversammlung wohl kaum unseren Gegenanträgen zur Umverteilung der Dividende zustimmen wird, muss der Gesetzgeber ran. Gerade auch wegen der Mietpreistreiberei der börsennotierten Wohnungskonzerne brauchen wir einen bundesweiten Mietendeckel.“ 
            
Die Gegenanträge und Fragen der kritischen Vonovia-Aktionär*innen finden Sie hier:
Heute Abend, Do., 15.4.2021, findet um 18 Uhr eine Gegenveranstaltung zur morgigen Hauptversammlung statt:
Veranstalter: Deutscher Mieterbund, Deutscher Mieterbund NRW, Mieterforum Ruhr, Plattform kritischer Immobilienaktionär*innen, VoNO!via-MieterInnenbündnis

Gegenveranstaltung zur Hauptversammlung der Vonovia SE

Vonovia-Methoden auf dem Prüfstand der MieterInnen 

Am 16. April findet die diesjährige (virtuelle) Hauptversammlung der Vonovia SE, Europas größter Vermieterin statt. Wie in den Jahren zuvor werden sich die AktionärInnen dort eine erneut erhöhte Dividendenausschüttung genehmigen. Der Vorstand wird über den vermeintlichen sozialen und ökologischen Vorbildcharakter des Konzerns und die trotz Krisen- und Corona-Jahr 2020 üppigen Gewinne berichten.

Doch wie sieht die Realität vor Ort aus? Worauf gründet sich der wirtschaftliche Erfolg der Vonovia?

Am Vorabend der Aktionärskonferenz bieten wir den kritischen Stimmen derjenigen ein Forum, die diesen „Erfolg“ der Vonovia SE bezahlen: den Mieterinnen und Mietern. Anhand konkreter Erfahrungen aus verschiedenen Städten werden wir aufzeigen, mit welchen inakzeptablen Methoden die Vonovia durch Betriebskostenabrechnungen und Mieterhöhungen nach Modernsierungen Gewinne generiert und wie sich organisierte MieterInnen dagegen wehren können.

Beginn der Gegenveranstaltung: 15. April 2021, 18 Uhr

YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=sbNJUGoLM7A&t=3517s

Veranstalter: Deutscher Mieterbund, Deutscher Mieterbund NRW, Mieterforum Ruhr, Plattform kritischer Immobilienaktionär*innen, VoNO!via-MieterInnenbündnis

 

Kritik und Protest zur LEG Hauptversammlung 2020

Am 19. August hält die LEG Immobilien AG ihre verspätete Hauptversammlung ab, die diesmal nur „virtuell“ als Übertragung im Internet stattfindet. Mieterinteressen-Vertretungen und KonzernkritikerInnen veranstalten aus diesem Anlass am Vorabend, dem 18. August um 18 Uhr, eine kritische Online-Konferenz. Diese wird auch auf YouTube übertragen. Am 19. August soll es ab 13.30 Uhr eine Pressekonferenz mit betroffenen MieterInnen vor dem Landtag geben.

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