„System Vonovia“ ?

Ein Erklärungsansatz für die vielen Falsch- und Phantomabrechnungen bei Vonovia & Co

„Abrechnungs-Tricks“, „Nebenkosten-Abzocke“, „Phantom-Abrechnungen“, „Betrügereien“… Solche und ähnliche Worte hört man immer wieder, wenn man sich mit Vonovia-MieterInnnen über ihre jährlichen Nebenkostenabrechnungen unterhält. Auch in den Medien reißt der Strom von Berichten über kleine und große Abrechnungsskandale nicht ab, – trotz all der professionellen Bemühungen des Konzerns um seine Reputation. Dabei ist der schlechte Ruf alles andere als neu. Schon die finanzdominierten Vorgängergesellschaften der Vonovia, egal ob sie Deutsche Annington oder GAGFAH hießen, führten die Hitparade der Mieterschrecken an. Man kann noch weiter zurückgehen: Ende der 90er Jahre machten staatsanwaltschaftliche Ermittlungen zu Betrügereien bei den Nebenkosten der Annington-Vorgängerin VEBA Wohnen bundesweit Schlagzeilen. Ist das etwas grundsätzlich faul im „Staate“ der großen Wohnungskonzerne?

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Streik bei der LEG (TSP)

Bereits seit Herbst 2020 streiken die Beschäftigte der TSP (TechnikServicePlus), einer Tochtergesellschaft der LEG. Dabei handelt es sich um die Handwerkerorganisation des Konzerns, die für Reparaturen und Instandhaltung im Wohnungsbestand der LEG zuständig ist.

Die TSP ist anders als der Großteil der übrigen LEG Konzernunternehmen nicht tarifgebunden. Den Beschäftigten entstehen dadurch erhebliche Nachteile beim Lohn aber bspw. auch bei der Arbeitszeit. Sie fordern nun die Integration in den LEG Haustarifvertrag. In einem ersten Schritt sollen die Löhne und Auszubildendenvergütungen der über 400 Beschäftigen steigen.

Diese unmittelbare Lohnforderung summiert sich auf jährlich rund 0,9 Mio. EUR. Angesichts der 257 Mio. EUR Dividendenausschüttung der LEG in 2020 eher eine bescheidene Größe.

Wir sprachen mit Benedikt Frank, zuständiger Gewerkschaftssekretär bei ver.di, und Gabi Meyeringh, Beschäftigte der TSP, über den Streik, seine Hintergründe und Ziele.

Hier geht es zum Brief der streikenden Beschäftigten an die Mieterinnen und Mieter der LEG.

Weitere Infos:

LEG-Hauptversammlung: Dividenden-Ausschüttung unverantwortlich

Zur heutigen Hauptversammlung der LEG Immobilien AG schlägt der Vorstand die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 257 Mio. Euro an die Aktionäre vor. Diese Ausschüttung belastet die Bruttomieteinnahmen des Jahres 2019 zu 44 %. Die Plattform kritischer ImmobilienaktionärInnen hält diese extrem hohe Abschöpfung der Einkommen der MieterInnen für unverantwortlich, insbesondere in der Corona-Krise. Erforderlich sei stattdessen eine Umverteilung der hohen Überschüsse für eine Deckelung der Mieten, die Senkung der Mieten für die Krisengeschädigten auf 33 % der Einkommen, sowie für die Instandsetzung und klimagerechte Erneuerung der Wohnungsbestände und die Umstellung automatisierter Abläufe auf einer mieternahen Verwaltung.

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Kritik und Protest zur LEG Hauptversammlung 2020

Am 19. August hält die LEG Immobilien AG ihre verspätete Hauptversammlung ab, die diesmal nur „virtuell“ als Übertragung im Internet stattfindet. Mieterinteressen-Vertretungen und KonzernkritikerInnen veranstalten aus diesem Anlass am Vorabend, dem 18. August um 18 Uhr, eine kritische Online-Konferenz. Diese wird auch auf YouTube übertragen. Am 19. August soll es ab 13.30 Uhr eine Pressekonferenz mit betroffenen MieterInnen vor dem Landtag geben.

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VONOVIA HV 2020. Fragen an den Vorstand 5: Mietpreistreiber ohne Ende?

MieterberaterInnen werfen der Vonovia vor, die lokalen Mietenniveaus durch Modernisierungen und hohe Neuvertragsmieten anzutreiben. Die Zeche zahlen neben den MieterInnen auch die öffentlichen Haushalte, die immer mehr für die Deckung der Kosten der Unterkunft aufbringen müssen. Wie lange wird es dauern, bis darauf nicht nur in Berlin, sondern überall, Reaktionen der Gesetzgeber erfolgen? Reichen schöne Worte aus, diese Risiken für die Rendite abzuwenden? Macht ein Vorstand, der ständig Proteste und politische Reaktionen provoziert, eigentlich seine Arbeit gut genug, um von den AktionärInnen entlastet zu werden?

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VONOVIA HV 2020. Fragen an den Vorstand 4: Instandsetzung und Modernisierung

Mieterhöhungen nach Modernisierung waren im Geschäftsjahr 2019 auch weiterhin der wichtigste Mietentreiber der Vonovia. Bezogen auf einen vergleichbaren Wohnungsbestand stiegen die gesamten Mieteinnahmen der Vonovia durch die Modernisierungen im Vergleich zum Vorjahr um 3,4%, zählt man auch Aufstockungen und die wenigen Neubauten dazu waren es sogar 3,9 %. Müssen MieterInnen mit geringem Einkommen also weiterhin nichts als die Hoffnung, dass die Vnovia sie als „Härtefall“ anerkennt und die Mieterhöhung reduziert? Allerdings liegen die Steigerungs-Quoten deutlich unter denen des Vorjahres (4,2%/4,4%). Macht sich hier bemerkbar, dass die Vonovia ihre Großmodernisierungen nach starken Mieterprotesten und Gesetzesänderungen herunterfahren musste? Umso relevanter sind die sicherlich die Gewinne, die die Vonovia durch konzerninterne Verrechnungen von Bauleistungen auf die Mieter umlegt. Aber hierzu herrscht große Intransparenz. Wenn die Vonovia nichts verdienen kann, erfolgt die Behebung von Mängeln äußerst schleppend, wie das Beispiel Legionellenbefall in Frankfurt zeigt.

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